Warum das Ganze plötzlich brennt

Du hast das Impressum schon vor Jahren angelegt und jetzt meldet sich das Gewissen – oder besser: die Rechtsabteilung. Hier geht’s nicht um Netiquette, sondern um harte Fakten, die dein Unternehmen in die Knie zwingen können, wenn du sie ignorierst.

Impressumspflicht – kein Nice-to-have

Erstmal Klartext: Jeder Betreiber einer geschäftsmäßigen Website muss ein Impressum haben, das sofort sichtbar und vollständig ist. Wer das nicht tut, riskiert Bußgelder von bis zu 50.000 Euro. Und das ist kein Scherz, das ist Gesetz.

Was gehört rein?

Namensangabe, Rechtsform, Vertretungsberechtigte, Sitz der Gesellschaft – alles muss exakt so aussehen, wie im Handelsregister steht. Dann die Kontaktmöglichkeiten: Telefonnummer, E-Mail-Adresse, ggf. Fax. Und nicht zu vergessen die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, wenn du welche hast.

Datenschutz trifft Impressum

Datenschutz und Impressum laufen nicht nebeneinander, sie kollidieren. Der Hinweis auf die Datenschutzerklärung muss im Impressum verlinkt sein, sonst wird das Ganze zur juristischen Katastrophe. Und ja, das bedeutet, du musst einen funktionierenden Link einbauen, der direkt zur Rechtliche Angaben führt.

Besonderheiten für spezielle Dienste

Online-Shops, Foren, Blogs – jedes hat seine Eigenheiten. Bei einem Shop musst du zusätzlich ein Widerrufsrecht anbieten, bei einem Blog deine journalistische Unabhängigkeit deklarieren, bei einem Forum die Moderationsrichtlinien offenlegen. Wer das verpennt, bekommt nicht nur Geldstrafen, sondern auch einen Image-Crash.

Mobile First, aber rechtlich fest verankert

Auf dem Smartphone muss das Impressum genauso gut erreichbar sein wie auf dem Desktop. Ein verstecktes Menü, das erst nach fünf Klicks erscheint, ist kein Ausweg. Das Gesetz verlangt sofortige Zugänglichkeit – das ist das, was Gerichte prüfen.

Wie du das Risiko minimierst

Erstelle ein Template, das du für jede neue Seite kopierst. Lass es von einem Anwalt prüfen, bevor du live gehst. Und dann: regelmäßige Updates. Firmenadressen ändern sich, Geschäftsführer kommen und gehen – das Impressum muss immer aktuell sein.

Ein letzter Hinweis

Wenn du das jetzt nur halbherzig umsetzt, wird dir das irgendwann teuer zu stehen kommen. Also setz dich sofort hin, prüfe jede Zeile und bring das Impressum in Top-Form. Und vergiss nicht: ein kurzer Check alle sechs Monate spart dir Kopfschmerzen und Geld. Jetzt handeln.